Teilnahme:
Online via Zoom

Für die individuelle Nachbearbeitung steht den Teilnehmern die Webinaraufzeichnungen für 3 Wochen zur Verfügung. Den Zugangslink  erhalten Sie nach Eingang Ihrer Seminargebühr einige Tage vor dem WEBINAR.

Anmeldeschluss:
18.3.22, 12.30

Termin:
Freitag, 18. März 2022, 13.30-20.00 Uhr
Samstag, 19. März 2022, 9.00-13.00 und 14.30-18.00 Uhr

12 Std. Vortrag – 14 DFP-Punkte

Referent:
Dr. Christoph Abermann

Teilnahmegebühr:
EUR 380,00 inkl. Skriptum

Anmeldung:
Anmeldung bitte über den nachstehenden Button „Anmelden“. Nach Eingang Ihrer Buchung erhalten Sie per Mail die Anmeldebestätigung und Informationen zum Bezahlvorgang.

Webinar mit Dr. Christoph Abermann: Miasmenbegriff runderneuert

Es gibt innerhalb der Homöopathie kein so umstrittenes Thema wie das der Miasmen. Auch unter angesehenen und sehr erfolgreichen Homöopathen gibt es solche, die die Miasmen schlicht für einen medizinhistorischen Irrtum Hahnemanns halten. Anderen wiederum dienen die Miasmen als wichtigstes Argument in der Verschreibung für oder gegen eine Arznei. Unter letzteren gibt es wohl gleich viele Miasmen-Interpretationen wie Homöopathie-Schulen – nicht selten widersprechen sich die unterschiedlichen Miasmen-Konzepte sogar. Dazu kommt, dass in der konventionellen Medizin das Wort „Miasma“ seit der Mitte des 19. Jahrhunderts als veraltet gilt. Eine Diskussion mit Schulmedizinern über die Miasmen der Homöopathie ist nicht zuletzt deshalb schwierig. Deshalb möchte der Referent ein völlig neues Konzept vorstellen, das er mit Kollegen im Auftrag der WissHom (Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie) 2021 erarbeitet hat. Es hat zum Ziel, den Begriff „Miasma“ ad acta zu legen, jedoch die durchaus für die Praxis wertvollen Aspekte der unterschiedlichen Miasmen-Konzepte in neue, für konventionelle Kollegen verständliche Begrifflichkeiten zu gießen – ein völlig neuer Ansatz, der zu einem wichtigen Wendepunkt in der Homöopathie werden könnte.

Christoph Abermann beschäftigt sich seit 20 Jahren mit den Miasmen, über die er folgendes sagt: „Meine zwei wichtigsten Lehrer waren Henny Heudens-Mast, für die Miasmen eine zentrale Bedeutung spielen, und André Saine, der die Miasmen überhaupt nicht in seine Verschreibungen einbezieht. In diesem Spannungsfeld habe ich über die Jahre ein für mich schlüssiges Miasmenkonzept entwickelt, das irgendwo zwischen denen meiner Lehrer liegt. Entscheidend ist bei jedem Konzept, dass es sich in der Praxis bewähren muss – und genau das möchte ich bei diesem Webinar anhand von Patienten-Beispielen (Videos, Audios, Papierfälle) zeigen.“

Am Ende des Webinars werden auch zahlreiche zeitgenössische Miasmen-Sichtweisen (Herscu, Vithoulkas, Heudens, Sankaran etc.) in das erarbeitete Konzept eingeordnet und damit verständlich gemacht, aus welchen Quellen diese Sichtweisen entstanden sind und was ihre Bedeutung sein könnte.

Für die individuelle Nachbearbeitung steht den Teilnehmern die Webinaraufzeichnungen für 3 Wochen zur Verfügung. Den Zugangslink  erhalten Sie nach Eingang Ihrer Seminargebühr einige Tage vor dem WEBINAR.

Zum Referenten:

Dr. Christoph Abermann

Dr. Christoph Abermann ist Arzt für Allgemeinmedizin und seit mehr als 20 Jahren in eigener Praxis tätig. Seine wichtigsten Lehrer waren: Henny Heudens-Mast, André Saine, Alok Pareek. Er ist Ausbildungsleiter in der ärztlichen Homöopathieausbildung in Österreich bei der ÄKH, Gründungsmitglied der StudentInneninitiative Wien SIH und unterrichtete bis 2018 an der Medizinischen Universität Wien das Wahlfach Homöopathie. Das Buch von H. L. Chitkara „Materia Medica der Gemütssymptome“ wurde von ihm übersetzt. Außerdem sind von ihm diverse Veröffentlichungen in der ZKH (Zeitschrift für Klassische Homöopathie) erschienen.